Die Akteure der Wirtschaft stehen vor beispiellosen Veränderungen: Die zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Unternehmensführung grundlegend. In ihrer Umfrage von 2025 befragte WTS Klient ihre größten Mandanten zu sechs Themenbereichen: Wo stehen sie in der digitalen Transformation und in welchen Bereichen besteht dringender Entwicklungsbedarf? Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Unternehmen erkennen die Notwendigkeit des Wandels, kämpfen jedoch weiterhin mit erheblichen Umsetzungsproblemen.
Vorsichtige Digitalisierung in sensiblen Bereichen
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass im Bereich Dokumentenmanagement und Reporting-Systeme – also vor allem bei Systemen zur Erleichterung der Administration und zur Unterstützung der Managemententscheidungen – bereits Fortschritte erkennbar sind: Zwei Drittel der Befragten nutzen digitalisierte Prozesse, die einen schnelleren Datenfluss und eine transparentere Arbeitsweise ermöglichen.
Gleichzeitig verlangsamt das Fehlen integrierter Lösungen die Entscheidungsfindung. Die Möglichkeiten der Datenvernetzung zwischen Maschinen (M2M) erkennen die Hälfte der Unternehmen, vor allem in der Buchhaltung und im Steuerbereich. Positiv ist, dass die Mehrheit der Unternehmen ihre Kontrollen regelmäßig überprüft, doch das Fehlen automatisierter Kontrollmechanismen bleibt eine Schwachstelle.
„Technologie ist nicht nur ein Instrument zur Effizienzsteigerung, sondern die Grundlage der Unternehmensführung der Zukunft. Sie kann Fehler minimieren und Steuer- sowie Buchhaltungsprozesse beschleunigen. Wer hier zurückbleibt, verliert nicht nur Zeit, sondern auch Wettbewerbsvorteile“, erklärte Zoltán Lambert, Geschäftsführender Partner bei WTS Klient, zu den Umfrageergebnissen.
Die Automatisierung von Steuerprozessen bleibt eine Schwachstelle: Die meisten Unternehmen verlassen sich auf extern entwickelte Tools. Häufige Gesetzesänderungen und Steuerprüfungen machen die Unternehmen vorsichtig und hemmen die Innovationsbereitschaft. Im Bereich Umsatzsteuer und Verrechnungspreise bestehen erhebliche Risiken, weshalb proaktives Risikomanagement und der Aufbau digitaler Compliance-Systeme unerlässlich sind, so der zusammenfassende Bericht von WTS Klient.
KI und Cybersicherheit: Chance und Risiko zugleich
Die Umfrage zeigt, dass die Vorbereitung im Bereich Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit unzureichend ist. Während die Befragten ihr Sicherheitsgefühl gegenüber Betrugs- und Missbrauchsrisiken im Durchschnitt mit 7,98 von 10 Punkten bewerteten, verfügen zwei Drittel der Unternehmen über keine KI-Richtlinie, und viele haben ihre Cyber-Sicherheitsrisiken nicht geprüft. Dies birgt erhebliche rechtliche, ethische und datenschutzrechtliche Risiken, obwohl KI enorme Chancen für Automatisierung und datengesteuerte Entscheidungsfindung bietet. Die Aufrechterhaltung einer sicheren digitalen Umgebung ist nicht nur ein Unternehmensinteresse, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit: das Fehlen von Cybersicherheitsprotokollen kann Systemrisiken verursachen.
ESG und Nachhaltigkeit: Fortschritte mit Verbesserungspotenzial
Die Mandanten von WTS Klient stehen im Bereich ESG und Nachhaltigkeit nicht schlecht da: Mehr als die Hälfte der Unternehmen verfügt bereits über einen benannten ESG-Verantwortlichen. Dennoch bleibt die Erstellung von ESG-Berichten und die Entwicklung einer Strategie für die größten Unternehmen eine dringende Aufgabe, da der Zugang zu internationalen Märkten und das Vertrauen der Investoren zunehmend davon abhängen.
Erhebliche Risiken durch fehlende Vorbereitung auf Entgelttransparenz
Personalmanagement und Entgelttransparenz sind nicht nur administrative Fragen, sondern strategische Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – insbesondere, da Entgelttransparenz derzeit ein besonders sensibles Thema ist. Die EU-Richtlinien zielen darauf ab, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu verringern und die Transparenz zu erhöhen. Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig vorbereiten, können mit rechtlichen und Reputationsrisiken konfrontiert werden. Auch in diesem Bereich ist die Digitalisierung ein starker Wettbewerbsfaktor, doch die Befragten bewerteten ihre aktuelle Vorbereitung lediglich mit 5,5 Punkten.
Zurückhaltende Investitionsbereitschaft, geringere Innovationslust
Die Mehrheit der Befragten plant keine größeren Investitionen, was langfristig zu Wettbewerbsnachteilen führen könnte. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit regulatorischen Risiken, obwohl die Befragten optimistisch bleiben: 47 % planen eine Personalaufstockung, allerdings meist um weniger als zehn Mitarbeiter.Zusammenfassend erklärte Zoltán Lambert: „Automatisierung und Digitalisierung sind nicht nur Instrumente zur Effizienzsteigerung, sondern auch die Grundlagen für Vertrauen und Transparenz, ohne die es Unternehmen schwerfallen wird, sich an das zukünftige wirtschaftliche Umfeld anzupassen.“
Die Pressemitteilung kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden:
Automatisierung und Vertrauen – Umfrage 2025 von WTS Klient
Die detaillierten Ergebnisse finden Sie in der englischsprachigen Zusammenfassung, wenn Sie auf das Bild oder hier klicken:

Wenn Sie Fragen zu den Ergebnissen oder zu einem der in der Umfrage behandelten Themen haben, stehen Ihnen die Experten von WTS Klient gerne zur Seite, sei es in Steuer-, Buchhaltungs- und Finanzfragen, bei der HR- und Strategieberatung oder bei digitalen Lösungen! Schreiben Sie uns einfach!


